Start & Win

Start & WIN

Projekt von Diakonie und Arbeiterwohlfahrt „Gute Arbeit für Alleinerziehende“

Aus bundesweit über 300 Bewerbungen, die sich an dem Ideenwettbewerb des Ministeriums für Arbeit und Soziales beteiligt haben, wurden von einer Jury 79 Anträge  ausgewählt.  Die Maßnahme „start & win“ der Kooperationsgemeinschaft von AWO und Diakonie ist als einziges Modell-Projekt im Kreis Mettmann beim Ideenwettbewerb berücksichtigt worden.


Alleinerziehend, kein Job, keine Kinderbetreuung ALG II-Empfänger, den Anschluss zum Arbeitsmarkt verloren, schlecht qualifiziert: Das ist die  Realität vieler Menschen, überwiegend Frauen.
Und häufig ein Teufelskreis: ohne Job - kein Betreuungsplatz für die Kinder und ohne Betreuungsplatz - kein Job. Hinzu kommt, dass die Öffnungszeiten der Kindertagesstätten nicht so flexibel sind, wie es von so manchem Arbeitgeber gefordert wird. In der Pflege, Hauswirtschaft, Gastronomie und in so manch anderer Branche sind Arbeitszeiten am Wochenende und in den Abendstunden keine Seltenheit.

Gegen dieses Dilemma tritt das gemeinsame Projekt von AWO und Diakonie an

Für die Dauer von 3 Jahren werden in zwei Durchläufen von jeweils 18 Monaten, 25 Alleinerziehende in unterschiedlichen Bereichen berufsorientiert qualifiziert und mit flankierenden Hilfen unterstützt. Sie werden gerade in erwerbswirtschaftlichen Betrieben Gelegenheit erhalten, das Gelernte anzuwenden und neue Erfahrungen zu sammeln.
Arbeitseinsätze können in der Tagespflege, Hauswirtschaft, Familienbetreuung, Lager/ Logistik und  in diversen kaufmännischen Bereichen erfolgen.

Die Besonderheit an diesem Projekt ist, das auf die individuellen Bedürfnisse für die Kinderbetreuung eingegangen werden kann: AWO und Diakonie können mit ihren eigenen Kitas eine wohnortnahe Betreuung sicherstellen und durch Tagesmütter können Kinder auch außerhalb der Öffnungszeiten betreut werden. Dies gilt auch bei einer erfolgreichen Vermittlung in Arbeit.

Die Ziele des Projektes liegen klar auf der Hand:
-    Schaffung von neuen beruflichen Perspektiven für Alleinerziehende
-    weitestgehende Unabhängigkeit von Sozialleistungen
-    Rückkehr oder Einstieg in den Beruf
-    wohnartnahe und zeitlich flexible Betreuung der Kinder
-    Vermeidung von Isolation und Benachteiligung

Gefördert wird das Modell-Projekt „Gute Arbeit für Alleinerziehende“  aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds,  Landesmitteln NRW sowie der ARGE Me-aktiv.

25 Frauen aus Mettmann, Hilden, Erkrath, Haan, Wülfrath, Langenfeld und Monheim kommen haben ab dem 1. April 2011 erneut die Möglichkeit die Qualifizierungsmaßnahme zu beginnen.