Start & Win
Start & WIN
Projekt von Diakonie und Arbeiterwohlfahrt „Gute Arbeit für Alleinerziehende“
Alleinerziehend, kein Job, keine Kinderbetreuung, Hartz IV, den Anschluss zum Arbeitsmarkt verloren, schlecht qualifiziert: Das ist die Realität vieler Menschen, überwiegend Frauen, zwischen 20 und 40 Jahren.
Und häufig ein Teufelskreis: ohne Job kein Betreuungsplatz für die Kinder und ohne Betreuungsplatz kein Job. Hinzu kommt, dass die Öffnungszeiten der Kindertagesstätten nicht so flexibel sind, wie es von so manchem Arbeitgeber gefordert wird. In der Pflege, Hauswirtschaft, Gastronomie und in so manch anderer Branche sind Arbeitszeiten am Wochenende und in den Abendstunden keine Seltenheit.
Gegen dieses Dilemma tritt das gemeinsame Projekt von Awo und Diakonie an
Für die Dauer von 3 Jahren werden in zwei Durchläufen von jeweils 18 Monaten, 25 Alleinerziehende in unterschiedlichen Bereichen qualifiziert und mit flankierenden Hilfen unterstützt. Sie werden gerade in erwerbswirtschaftlichen Betrieben Gelegenheit erhalten, das Gelernte anzuwenden und neue Erfahrungen zu sammeln.
Arbeitseinsätze können in der Tagespflege, Hauswirtschaft, Familienbetreuung, Lager/ Logistik und in diversen kaufmännischen und Verwaltungsbereichen erfolgen.
Die Besonderheit an diesem Projekt ist, das auf die individuellen Bedürfnisse für die Kinderbetreuung eingegangen werden kann: AWO und Diakonie können mit ihren eigenen Kitas eine wohnortnahe Betreuung sicherstellen und durch Tagesmütter können Kinder auch außerhalb der Öffnungszeiten betreut werden. Dies gilt auch bei einer erfolgreichen Vermittlung in Arbeit.
Die Ziele des Projektes liegen klar auf der Hand:
- Schaffung von neuen beruflichen Perspektiven für Alleinerziehende
- weitestgehende Unabhängigkeit von Sozialleistungen
- Rückkehr oder Einstieg in den Beruf
- wohnartnahe und zeitlich flexible Betreuung der Kinder
- Vermeidung von Isolation und Benachteiligung
Finanziert wird das Projekt „Gute Arbeit für Alleinerziehende“ zu 60 Prozent aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds und Landesmittel NRW finanziert, den Rest übernimmt die ARGE Me-aktiv.
Aus bundesweit rund 300 Bewerbungen die sich an dem Ideenwettbewerb des Ministeriums für Arbeit und Soziales beteiligt haben, wurden von einer Jury 79 Anträge ausgewählt. Die Maßnahme „start & win“ der Kooperationsgemeinschaft von AWO und Diakonie ist als Einzige im Kreis Mettmann die beim Ideenwettbewerb berücksichtigt wurde.
25 Frauen aus Mettmann, Hilden, Erkrath, Haan, Wülfrath, Langenfeld und Monheim kommen haben am 3. Oktober mit der Qualifizierungsmaßnahme begonnen, insgesamt hatten sich 150 Alleinerziehende im Vorfeld für das Projekt interessiert. Bei der ARGE sind rund 3400 Alleinerziehende als Kunden registriert.
