„Interkulturelle Öffnung der Suchtberatung“
Die Arbeiterwohlfahrt Kreis Mettmann gGmbH beteiligte sich von 2003 bis 2008 mit der Suchtberatung Monheim am Rhein / Langenfeld und drei anderen AWO Sucht- und Drogenberatungsstellen im Bundesgebiet an Projekten zur interkulturellen Öffnung. Projektträger war die Arbeiterwohlfahrt Bundesverband e.V..
2003 – 2005 Modellprojekt „Entwicklung von Grundlagen zur Vernetzung lokaler Hilfeeinrichtungen, insbesondere von Suchthilfe, Jugendhilfe und Migrationsfachdiensten -Zur migrationssensiblen Suchtberatung und Suchtprävention bei jungen Migrant/-innen“-Förderung: „Stiftung Deutsche Jugendmarke e.V.“ 2006 –2008 Projekt „Umsetzung und Ausbau der interkulturellen Öffnung der Suchtberatung“ – Förderung: „Deutsche Behindertenhilfe - Aktion Mensch e.V.“
Ergebnisse der Projektarbeit und neue Angebote, die daraus entstanden sind:
- ein Netzwerk aus unterschiedlichen professionellen Einrichtungen und ehrenamtlichen Angeboten; die einrichtungs- und trägerübergreifenden „Arbeitsgruppe Interkulturelle Öffnung“ in Monheim am Rhein (seit 2004) sowie gemeinsame Fortbildungen während der Projektlaufzeit
- Informationsveranstaltungen in Vereinen, Moscheen und Treffs in Monheim und Langenfeld, die überwiegend von Migrantinnen und Migranten besucht werden
- Beteiligung von Mitbürgerinnen und Mitbürgern mit Migrationshintergrund bei der Entwicklung und Etablierung neuer Angebote
- Erweiterung interkultureller Kompetenzen der Mitarbeiter, konzeptionelle Weiterentwicklung und Entwicklung eines Leitbildes zur interkulturellen Öffnung der AWO Suchtberatung
- Einleitung erster Schritte zur Verbesserung der Zugangswege zu örtlichen Sucht-Selbsthilfegruppen für betroffene Migranten
- Informationsmaterialien in mehreren Sprachen
- „MultiMo“ – Multiplikatorinnenteam Monheimer Sprach- und Kulturmittlerinnen (seit 2005) Ein Angebot zur besseren Verständigung Geschulte Laiendolmetscherinnen aus verschiedenen Herkunftsländern, die als „Erste Hilfe“ bei der Verständigung in sozialen Einrichtung und Schulen bei der sprachlichen und interkulturellen Verständigung vermittelnd tätig sind. „MultiMo“ ist eine Gemeinschaftsinitiative der AWO Suchtberatung, der Jugendberatung/ des Jugendamtes der Stadt Monheim am Rhein und Mo.Ki – Monheim für Kinder.
- „FamTische“ - Frauen im Gespräch (seit 2006) Niedrigschwelliges Angebot zur Gesundheitsförderung und Elternbildung in Monheim, das sich vor allem an Frauen als Erziehende richtet. Frauen mit und ohne Migrationshintergrund, die selbst Kinder haben, engagieren sich als ehrenamtliche Moderatorinnen in der Elternarbeit. „FamTische“ ist ein gemeinsames Angebot der AWO Suchtberatung und Mo.Ki – Monheim für Kinder (Jugendamt der Stadt Monheim am Rhein) in Zusammenarbeit mit der Beratungsstelle für Elter, Kinder und Jugendliche (Zweckverband Erziehungsberatung der Städte Langenfeld und Monheim am Rhein)
Ansprechpartner: Doris Heckmann-Jones und Dieter Requadt
Telefon: 02173-5078
Kooperationsprojekte zur interkulturellen Öffnung
Frauen aus Monheim sprechen über Familie – ein unkonventionelles Projekt, das neue Wege geht.
Prävention und Gesundheitsförderung
FAM-Tische bieten Eltern unter der Begleitung einer FAMTische-Moderatorin die Möglichkeit, sich in kleinen Gesprächsrunden über ganz alltägliche Fragen zur Erziehung, Gesundheit und Familienleben, über kleine und große Sorgen auszutauschen und voneinander zu lernen.
FamTische funktionieren ganz einfach: Eine Gastgeberin lädt fünf bis sieben Gäste und eine Moderatorin zu sich nach Hause ein. Die -Moderatorin regt einleitend anhand eines kurzen Filmes ein ausgewähltes Thema an und führt durch die Gesprächsrunde. Es sind z.B. Themen wie Grenzen setzen in der Erziehung, Neid unter Geschwistern, Suchtprävention, Pubertät oder Computerspiele. FAMTische können auch in Familienzentren oder Vereinen durchgeführt werden.
Zurzeit sind acht Frauen als Moderatorinnen tätig, die in deutscher und türkischer Sprache FAMTische anbieten können. Sie werden auf ihre Aufgabe vorbereitet und regelmäßig von den verantwortlichen Einrichtungen begleitet. Moderatorinnen sind Frauen, die selbst Kinder haben und im Erziehungsalltag stehen. Frauen, die gerne mit anderen zusammen kommen und 4-6-mal im Jahr einen FAMTisch moderieren. Sie müssen keine Expertinnen sein und auch keine pädagogische Ausbildung besitzen.
"FAM-Tische" ist ein Angebot der AWO Suchtberatung und dem Netzwerk Mo.Ki - Monheim für Kinder in Zusammenarbeit mit der Beratungsstelle für Eltern, Kinder und Jugendliche.
Rufen Sie uns an, wenn sie mehr wissen möchten, wenn Sie einmal Gastgeberin für einen FAM-Tisch sein oder als Moderatorin mitarbeiten möchten.
Ansprechpartner: Doris Heckmann-Jones (AWO Suchtberatung)
Telefon: 02173–507-88 und Inge Nowak (Mo.Ki) Telefon: 02173-951-195.
www.famtische.net
www.femmestische.ch
MultiMo – Multiplikatorinnen-Team Monheim am Rhein
Ein Angebot zur besseren Verständigung
MultiMo wurde 2004 als Gemeinschaftsinitiative der AWO Suchtberatung, der Jugendberatung des Jugendamtes der Stadt Monheim am Rhein und „Mo.Ki -Monheim für Kinder“ ins Leben gerufen. Frauen aus unterschiedlichen Herkunftsländern wurden auf diese Aufgabe vorbereitet und werden nach wie vor regelmäßig begleitet. Sie unterstützen bei der sprachlichen und interkulturellen Verständigung in sozialen und pädagogischen Einrichtungen in Monheim. Folgenden Sprachen können angefragt werden: Russisch, Türkisch, Polnisch, Kroatisch, Serbisch, Bosnisch, Vietnamesisch, Persisch / Dari, Hocharabisch und ägyptisches Arabisch.
Nicht nur als Laiendolmetscherinnen haben sich die „Multi Mo“-Frauen bereits bewährt. Aus ihrer Initiative ging eine russisch-deutsche Mutter-Kind-Gruppe hervor. Sie arbeiten zudem im Begleitausschuss der LOS-Projekte mit („Lokales Kapital für soziale Zwecke“) mit und im Interkulturellen Frauen-Infotreff.
Ansprechpartnerin:
Doris Heckmann-Jones, AWO Suchtberatung
Telefon: 02173–507-88
MultiMo-Koordinierungsstelle und Vermittlung von Laiendolmetscherinnen:
Alexandra Voos, Jugendamt der Stadt Monheim am Rhein
Telefon: 02173–951-536, Anfragen per Telefax: 02173–951-519

